SPD-Landtagsabgeordnete unterstützen die Kampagne: „Gute OGS darf keine Glückssache sein!“

Ein klares Zeichen haben meine beiden SPD-Landtagskollegen aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis, Prof. Dr. Rainer Bovermann und Hubertus Kramer, und ich gegenüber der neuen von CDU und FDP geführten Landesregierung gesetzt: Bei der Abschlusskundgebung der Kampagne „Gute OGS darf keine Glückssache sein!“ stellten wir uns an die Seite der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Offenen Ganztagsgrundschulen (OGS) aus unseren Wahlkreisen, die mit drei Reisebussen aus der Region Ennepe-Ruhr nach Düsseldorf angereist waren.

Bereits im März dieses Jahres hatte die Freie Wohlfahrtspflege die Kampagne zur Stärkung des Offenen Ganztags gestartet, um ihre Forderungen nach festen gesetzlichen Regelungen in die Öffentlichkeit zu bringen. Dazu gehören vor allem einheitliche Standards, finanzielle Planungssicherheit, langfristige Verträge und gleiche Rahmenbedingungen für alle Kommunen. Auch die räumliche Ausstattung stößt oft an ihre Grenzen und muss angegangen werden. Die Aktion endete heute mit einer eindrucksvollen Großdemo vor dem Landtag, die Aufsehen erregte: Tausende bunte und kreativ bemalte T-Shirts wurden auf Wäscheleinen zwischen den Bäumen rund um den Landtag gespannt. Ein deutliches Signal der rund 3.000 Erzieherinnen und Erzieher aus ganz Nordrhein-Westfalen an die neue Landesregierung.

Wir unterstützen diese Aktion ausdrücklich, denn die hohe Nachfrage nach Betreuungsplätzen im OGS-Bereich zeigt deutlich, wie attraktiv dieses Angebot für viele Familien ist. Der steigende Bedarf muss gedeckt werden. Die Anforderungen an das Personal werden immer vielfältiger und breiter, deshalb müssen die Rahmenbedingungen weiter verbessert und den aktuellen Entwicklungen angepasst werden. Die Landesregierung muss jetzt liefern, denn die wohlklingenden Ausführungen im Koalitionsvertrag sind nichts als heiße Luft ohne jegliches Finanzierungskonzept.

Seit dem Start der Offenen Ganztagsschule vor 14 Jahren hat die rot-grüne Landesregierung das Betreuungsmodell umfangreich ausgebaut und weiterentwickelt. Es wurde kontinuierlich mehr Geld für die OGS im Landeshaushalt bereitgestellt und auch die jährlich zur Verfügung stehende Betreuungspauschale wurde auf 7.500 Euro pro OGS erhöht. Nur durch eine verlässliche gesetzliche Regelung und eine einheitliche Förderung kann die OGS in Nordrhein-Westfalen gesichert und weiter ausgebaut werden.

Die SPD in NRW hatte bereits in ihrem Wahlprogramm zugesichert, den Offenen Ganztag gemeinsam mit Schulen, Kommunen und Trägern qualitativ weiter zu entwickeln. Dazu gehört neben einer qualifizierten Aus- und Weiterbildung der Erzieherinnen und Erzieher auch die Durchsetzung des Prinzips der Guten Arbeit. Erzieherinnen und Erzieher geben alles für unsere Kinder. Und trotzdem wird ihre anspruchsvolle und hochqualifizierte Arbeit oft nicht ausreichend anerkannt. Das muss sich ändern.