Lässt die Landesregierung erfolgreiche Projekte in benachteiligten Quartieren vor die Wand fahren?

Seit Juli 2016 bietet der AWO Unterbezirk Ennepe-Ruhr am Crengeldanz einen Treffpunkt für Kinder und Eltern mit Angeboten in den Bereichen Bildung, Beratung und Freizeitgestaltung an. Ermöglicht wird dies durch das Förderprogramm „NRW hält zusammen…für ein Leben ohne Armut und Ausgrenzung“, das die ehemalige rot-grüne Landesregierung für Projekte in benachteiligten und von Armut bedrohten Quartieren aufgelegt hatte.

Ende 2017 nun läuft die Förderung aus und sowohl das Förderprogramm als auch das Projekt in Witten stehen vor einer ungewissen Zukunft. Laut Aussage des Ministeriums für Arbeit und Soziales ist eine Entscheidung über die Fortführung des Förderprogramms und auch des Projekts am Crengeldanz frühestens im April 2018 zu erwarten. Eine überbrückende Finanzierung durch die Stadt Witten oder die AWO ist bedauerlicherweise nicht möglich, allerdings liegt es in der Verantwortung der schwarz-gelben Landesregierung, diese unerträgliche Hängepartie zu beenden:

Vor diesem Hintergrund habe ich mich in einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung gewandt und sowohl nach überbrückenden Finanzierungsmitteln des Landes für betroffene Projekte gefragt, als auch nach Kriterien und zeitlichen Rahmenbedingungen, die der Entscheidung des Ministeriums zu Grunde liegen. Das Projekt der AWO am Crengeldanz war eines der ersten, das ich als neu gewählte Abgeordnete besucht habe. Ich bin beeindruckt von der Arbeit, die dort jeden Tag geleistet wird und finde es mehr als paradox, dass dieses erfolgreiche und für Witten wichtige Projekt schon nach einem Jahr zum Scheitern verurteilt wird.

Die Anfrage kann hier nachgelesen werden.