Landesregierung lässt Kinder in benachteiligten Quartieren im Regen stehen

Mit Unverständnis nehme ich die Absage einer weiteren Förderung des AWO-Projekts am Crengeldanz durch die CDU-geführte Landesregierung zur Kenntnis. Ich bin entsetzt über die Entscheidung, diesem wertvollen und integrativen Projekt eine weitere finanzielle Förderung durch das Land NRW zu versagen. Sie zeigt deutlich, welchen Stellenwert die Themen Integration
und sozialer Zusammenhalt für die Mitte-Rechts-Koalition in NRW haben.

Bereits kurz nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen hatten CDU und FDP angekündigt, Förderprogramme der SPD-geführten Vorgängerregierung auf den Prüfstand zu stellen. Dazu gehörte auch das Landesprogramm „NRW hält zusammen…für ein Leben ohne Armut und Ausgrenzung“, mit dessen Förderung der AWO-Unterbezirk Ennepe-Ruhr seit Juli 2016 einen Treffpunkt für Kinder und Eltern mit Bildungs- und Beratungsangeboten am Crengeldanz vorhält. Da der Wittener Förderbescheid zum 31.12.2017 auslief, war unklar, ob die Landesregierung das Projekt weiter fördern würde. Im Oktober 2017 habe ich daher die Landesregierung in einer Kleinen Anfrage aufgefordert, mir den Zeitrahmen und die Entscheidungskriterien für eine erneute Förderung mitzuteilen, um den unhaltbaren Schwebezustand über die Zukunft des Projekts – gerade für die Beteiligten vor Ort – zu beenden. Diese Kriterien hat das zuständige Ministerium leider auch in seinem knappen Ablehnungsbescheid an die AWO nicht benannt.

Der Treffpunkt am Crengeldanz in Witten gehört zu den ersten Einrichtungen, die ich im letzten Jahr als neugewählte Landtagsabgeordnete besucht habe. Ich bin beeindruckt von der Arbeit, die dort geleistet wird und werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass die Menschen dort nicht im Regen stehen gelassen werden.