Ausstellung „Wegzeichen“ in Witten

15 Wege, 15 Geschichten und 15 Gesichter haben mich bei der Ausstellung „Wegzeichen“ in Haus Witten am Sonntag unglaublich beeindruckt.

Menschen aus 130 Nationen leben derzeit in Witten und unserer Region, ihre Wege hierhin könnten nicht unterschiedlicher sein und ihre Schicksale nicht eindringlicher. Einige von ihnen haben am Sonntag ihre eigene Geschichte anhand eines (für uns) alltäglichen Gegenstands wie einen Rosenkranz oder einem Paar Socken erzählt, die im Rückblick allerdings oftmals eine ganz andere Bedeutung erhalten.

Ich habe mich sehr gefreut, das Grußwort zu dieser tollen Ausstellung sprechen zu dürfen, die durch eindrucksvolle Fotografien und ihr minimalistisches Konzept die einzelnen Menschen und ihre Schicksale, aber auch Erfolgsgeschichten, in den Mittelpunkt stellt.

Organisiert wurde sie durch zwei junge Menschen, die ihr freiwilliges soziales Jahr im Stadtarchiv Witten bzw. ihr Praktikum bei der Integrationsagentur des Deutschen Roten Kreuzes absolvieren und vor allem ein Zeichen gegen Menschenfeindlichkeit setzen wollten.

Dies ist ihnen eindrucksvoll gelungen. Insbesondere das Thema Migration wird derzeit nicht nur im politischen Raum mit menschenfeindlichen und menschenverachtenden Parolen diskutiert. Es ist deshalb sehr bedauerlich, dass es diese Ausstellung nur an einem Tag zu sehen gab. Ich würde eine Neuauflage begrüßen!