Landtagsabgeordnete zu gescheitertem Kompromiss für Psychiatrieplätze im EN-Kreis

Als Landtagsabgeordnete für den Ennepe-Ruhr-Kreis sind meine Kolleg*innen Prof. Dr. Rainer Bovermann, Hubertus Kramer (beide SPD), Verena Schäffer (Bündnis 90/Die Grünen) und ich enttäuscht von dem gescheiterten Kompromiss um den Ausbau von Psychiatrieplätzen im EN-Kreis:

Wir finden es sehr schade und auch unerklärlich, dass zwischen den Beteiligten keine Einigung erzielt werden konnte und nun das CDU-geführte Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW eine finale Entscheidung getroffen hat. Die Entscheidung des Ministeriums sieht einen Ausbau von Plätzen in Hattingen, Herdecke und Gevelsberg vor. Aufgrund der derzeitigen Gesetzeslage sieht das Ministerium keine Möglichkeit für einen Ausbau gerontopsychiatrischer Plätze in Witten. Die Chance einer Einigung wurde von Minister Laumann vertan.

Als zuständige Landtagsabgeordnete für den EN-Kreis haben wir in den letzten Wochen viele Gespräche mit den Beteiligten und auch mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales geführt. Ziel war es, einen Kompromiss zu finden, durch den sowohl die bestehenden Angebote im EN-Kreis gestärkt als auch ausreichend Psychiatrieplätze in Witten gewährleistet werden, die den erhöhten Bedarf  vor Ort berücksichtigen.

Die Notwendigkeit zusätzlicher Psychiatrieplätze im EN-Kreis ist unstrittig. Es ist wünschenswert, die vorhandenen Standorte im Kreis zu erhalten, gleichzeitig ist es aber erforderlich, eine wohnortnahe Versorgung sicherzustellen, damit die betroffenen Menschen keine weiten Wege auf sich nehmen müssen.“

Besonders als die für Witten zuständigen Abgeordneten kritisieren Verena Schäffer und ich, dass die Wittener Anliegen vom Laumann-Ministerium in keinster Weise berücksichtigt wurden.