Aktuelle Pressemitteilung: „Familien sind momentan arg gebeutelt – Erstattung von Elternbeiträgen ist für viele sehr wichtig“

Zur Debatte um die Erstattung von Kita- und OGS-Beiträgen erklärt Dr. Nadja Büteführ, SPD-Landtagsabgeordnete für Witten und Herdecke sowie stellvertretende familienpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag NRW

©Daria Shevtsova Bild: https://www.pexels.com/de-de/foto/baby-bezaubernd-drinnen-familie-1257110/

„Das Betretungsverbot für Kinder in den Kindertageseinrichtungen und die Schließung der Schulen aufgrund des Coronavirus stellen Eltern vor große Herausforderungen. Sie sind in einem dauernden Konflikt zwischen Beruf, Betreuung und gesellschaftlicher Verantwortung. Wir möchten uns deshalb ausdrücklich bei allen bedanken, die diese Verantwortung übernehmen und versuchen, den Spagat zu schaffen. Ihre Situation ist nicht leicht, aber sie geben ihr Bestes. Unser Dank gilt dabei auch all den Arbeitgebern, die es den Familien ermöglichen, den aktuellen Herausforderungen gerecht zu werden.

 

Für nicht wenige sind diese Herausforderungen auch finanzieller Art und mit großen Einbußen verbunden. Sei es durch Kurzarbeit, Lohnausfall oder weggebrochene Aufträge.

Hier müssen wir uns als Gesellschaft gemeinsam der Verantwortung stellen und Familien bestmöglich unterstützen. Dazu gehört auch die Frage, wie man Eltern die Beiträge für Kita und OGS ersetzen kann. Einige Kommunen haben dazu schon Ideen unterbreitet. Ich fordere Verwaltung und Politik in meinen beiden Wahlkreisstädten Witten und Herdecke auf, diesen guten Beispielen zu folgen und die Elternbeiträge zu erlassen.

 

Familien sind systemrelevant. Und für viele Familien ist die Frage der Kita- und OGS-Beiträge nicht nachrangig, sondern zentral. Sie dürfen – wie die Kommunen auch – dabei nicht alleingelassen werden. Deswegen sollten Eltern die Beiträge für den Monat März erstattet bekommen und die Beiträge für den April vor Ort gar nicht erst eingezogen werden.

 

Die SPD-Landtagsfraktion fordert, den vermutlich am kommenden Dienstag im Plenum des Landtages verabschiedeten Corona-Krisenfonds auch dafür zu nutzen, den Kommunen die geringeren Beitragseinnahmen für die ausgefallenen Kinderbetreuungszeiten zu erstatten.“