Aktuelle Pressemitteilung: „Land NRW versichert Ehrenamtliche“

In Zeiten der Krise rücken die Menschen enger zusammen – während in der jetzigen Coronakrise physischer Kontakt jedoch weitestgehend verboten ist, wächst die Hilfsbereitschaft umso mehr. Durch die Ehrenamts-Versicherung für Corona-Helfergruppen sollen diese nun besser geschützt werden.

Auch beim ehrenamtlichen Einkaufen für Hilfsbedürftige gibt es zukünftig einen rechtlichen Schutz. Bild: © Oleg Magni

Zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer haben sich im Ennepe-Ruhr-Kreis, in Witten und Herdecke angeboten, den Bedürftigen und Risikogruppen zu helfen, für sie einzukaufen, Besorgungen zu erledigen oder Gesichtsmasken zu nähen. Weil es natürlich auch bei ehrenamtlichen Tätigkeiten unverhofft zu Schäden oder Unfällen kommen kann, hat das Land Nordrhein-Westfalen für die Ehrenamtlichen eine Landesversicherung für die Bereiche Haftpflicht und Unfall abgeschlossen.

 

Außerdem hat das Land ein Sofortprogramm über insgesamt 13 Millionen Euro für Sportvereine aufgestellt, um eine drohende Zahlungsunfähigkeit von Sportvereinen zu verhindern. Ab dem 15. April können die Sportvereine die Hilfe beantragen. Die Landesversicherung beinhaltet eine Haftpflicht- und Unfallversicherung. Sie deckt verschiedene Schäden im ehrenamtlichen Engagement ab – außerhalb von Vereinen und Organisationen, die eigene Versicherungen haben. Es gebe aber auch Schäden, die von der Versicherung ausgeschlossen sind, wie beispielsweise Kfz-Schäden oder Infektionen, die nicht in Verbindung mit einem Unfall stehen. Diese fallen in die Zuständigkeit der Krankenversicherungen.

 

Mit der Versicherung für Ehrenamtliche bekommen die vielen Helferinnen und Helfer, die sich außerhalb von Vereinsstrukturen engagieren, die nötige Sicherheit, um ihre in diesen Krisenzeiten wichtige Arbeit zu verrichten. Ich finde es beeindruckend, wie schnell sich im gesamten Ennepe-Ruhr-Kreis die Hilfsorganisationen, aber eben auch ehrenamtliche freiwillige Helferinnen und Helfer zusammengetan und ihre Hilfe angeboten haben. Dieses ehrenamtliche Engagement verdient ein großes Dankeschön, weil es einen wichtigen Beitrag dazu leistet, die Coronakrise zu meistern. Von den 13 Millionen Euro sind zudem drei Millionen Euro zur Stärkung der Arbeit der Übungsleiterinnen und Übungsleiter in den Sportvereinen vorgesehen.

 

Ab dem 15. April können notleidende Sportvereine die finanzielle Hilfe aus dem Rettungsschirm des Landes NRW über das Förderportal des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen (www.lsb.nrw) online beantragen. Antragsberechtigt sind Vereine, die über die Sportbünde oder Sportfachverbände dem Landessportbund angeschlossen sind.

 

Weitere Links:

  • Mehr Informationen für Helfergruppen gibt es unter www.engagiert-in-nrw.de unter den Unterpunkten Unterstützung/Sicherheit.
  • Mehr Informationen zu den Hilfen für Sportvereine gibt es unter www.lsb.nrw